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12.06.2005

Nidda-Brücke soll an die Römer erinnern

Die Brücke über die Nidda östlich der Rosa-Luxemburg-Straße wird aller Wahrscheinlichkeit nach bald den Namen «Römerbrücke» oder «Römersteg» erhalten.

Der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) brachte in seiner jüngsten Sitzung erneut einen Antrag zur Namensgebung auf den Weg. Nur die Fraktion der Grünen und der PDS enthielten sich der Stimmen.

Bereits im September hatte der Ortsbeirat den Namen «Römerbrücke» vorgeschlagen. Der Magistrat will ihn jedoch nur dann umsetzen, wenn der benachbarte Ortsbeirat 8 einverstanden ist.

Nils Kößler (CDU) vom Ortsbeirat 9 will einen geschichtlichen Bezug zu der bereits in römischer Zeit vorhandenen Brücke schaffen: «Der Übergang war Teil einer Straße, die von der römischen Stadt Nida auf dem Gebiet der heutigen Stadtteile Praunheim, Nordweststadt und Heddernheim. Die Brücke führte nach Süden und war ein Knotenpunkt im Verkehrssystem nördlich des Mains vom römischen Stützpunkt auf dem Domhügel bis nach Dieburg», formuliert Kößler die historische Bedeutung in seinem Antrag.

Als Verbindung zwischen zwei Verwaltungsmittelpunkten des Altertums sei die Straße gut ausgebaut und von besonderer Bedeutung gewesen. Mit der Namensgebung «Römerbrücke» will der Ortsbeirat 9 in angemessener Weise an diesen Teil der Frankfurter Geschichte erinnern.

Obwohl die Idee beim benachbarten Ortsbeirat 8 zunächst keine Zustimmung fand, wagen die Ginnheimer einen erneuten Anlauf. Ortsvorsteher Marcus Scholz soll diesem Anliegen noch einmal Nachdruck verleihen.

Martin Daum, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 8, sagte im Gespräch mit der FNP, dass seine Parteikollegen sich dem Herzenswunsch der Nachbarn nach seiner Einschätzung nicht verschließen. «Wir sind eigentlich dagegen, dass jeder Steg einen Namen erhält. Wir wollen es aber auch nicht um jeden Preis verhindern.»

In Anlehnung an die Bezeichnung «Römerstadt» kann sich auch Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) mit einer «Römerbrücke» arrangieren: «Vorsichtig gesprochen, werden wir der Namensgebung wahrscheinlich zustimmen.»

Ortsbeirats-Kollege Alfons Meister (BFF) hält den Vorschlag dagegen nicht für angemessen, weil der Name «Römer» vielfach auftrete und das zu Missverständnissen führe. Die Bezeichnung «Brücke» sei der Bauweise nicht angemessen. Es handelt sich hier um einen schmalen Steg nur für Fußgänger und Radfahrer. Das müsse sich auch für Ortsunkundige im Namen spiegeln. (cwe)




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