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13.12.2006

Kleiner Franzose bringt uns Spaß

Cinq, quatre, trois, deux, un, zero. Auf französisch zählt Sébastien Daudin den Countdown herunter.

Schnell schreiben die Viertklässler die letzten Worte an die Tafel und huschen dann auf ihre Plätze. Fünf Minuten hatten sie Zeit, in den von Daudin mitgebrachten Übungsheften nach Worten zu suchen, die im Französischen und Deutschen gleich sind – was ihnen sichtlich Spaß gemacht hat. Mit dem „France Mobil“ ist Daudin in Hessen unterwegs, um Schulkindern mit viel Spaß seine Muttersprache nahe zu bringen. An diesem Tag ist er auf Einladung von Schulleiterin Kornelia Lechner in der Heddernheimer Fried-Lübbecke-Grundschule zu Gast.

Den ganzen Vormittag kommen die dritten und vierten Klassen abwechselnd in den Genuss, Sprachunterricht einmal etwas anders zu erleben. Die 4 a ist sich einig: So macht lernen noch mehr Spaß. „Wir haben viel mehr gespielt. Im Unterricht müssen wir viel mehr lernen“, sagt Jana (9). Und Anne (10) freut sich, dass alle durcheinander laufen durften. „Eigentlich sollte nur ein Kind aus jeder Gruppe die gefundenen Wörter an die Tafel schreiben. Aber jeder will ein von ihm gefundenes Wort selbst hinschreiben“, erklärt Daudin.

Über die Suche nach ähnlichen Wörtern an die französische Sprache heranzuführen, findet Frau Lechner gut. „Die Kinder sehen Bekanntes. Das baut Hemmungen ab, selbst zu sprechen.“ Anders als in anderen Grundschulen lernen die Kinder in der Fried-Lübbecke-Schule ab der dritten Klasse nicht Englisch als erste Fremdsprache, sondern Französisch. „Das ist schon seit 18 Jahren so. Den Unterricht gebe ich oder unsere französische Kollegin Veronique Meyer, die vom deutsch-französischen Jugendwerk für ein Jahr an unserer Schule ist.“ Zudem gebe es rege Kontakte nach Frankreich. „Die 4a etwa hat eine Partnerklasse in Paris, die im Mai 2007 zu Besuch kommt.“ Es sei wichtig, Sprache zu leben, statt sie nur im Unterricht zu lernen.

Nicht nur die Kleinen besucht Daudin. „Ich bin auch in elften Klassen zu Gast, um die Schüler dazu zu bewegen, das Fach nicht abzuwählen. Ähnlich sind auch Frau Lechners Motive. „Es wäre schön, wenn die Kinder in der fünften Klasse weiter Französisch lernen, statt Englisch zu wählen.“ Denn in der Nähe gebe es mit der Fürstenberger-Schule, der Ziehenschule und der Peter-Peterson-Schule drei weiterführende Schulen, die Französisch ab Klasse fünf anbieten.

Seit August 2002 fahren die France Mobil auf Initiative der Robert-Bosch-Stiftung und der Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin quer durch Deutschland. „Zuerst waren es neun, heute sind es zwölf Autos“, sagt Daudin. Er selbst studierte in Dresden. Verlage wie Klett, Pons, Bayard Presse oder Fernsehsender wie Arte oder der französische Kanal TV 5 unterstützen das France Mobil mit Unterrichtsmaterial.

Begonnen hat das Projekt der Robert-Bosch-Stiftung allerdings in Frankreich, sagt Daudin. „Dort fahren schon seit Januar 2001 die Deutsch Mobile, die die Stiftung zusammen mit deutsch-französischen Kultureinrichtungen ins Leben rief.“ Damals lernten immer weniger französische Schüler Deutsch – und immer weniger deutsche Schüler Französisch. Inzwischen stiegen die Zahlen wieder. „In Berlin lernen seit Beginn des Projekts 30 Prozent mehr Kinder als erste Fremdsprache Französisch.“ (hau)

Wer das France Mobil in Hessen für seine Schule oder auch den Kindergarten buchen möchte, erreicht Sébastien Daudin unter Telefon 740379 oder per E-Mail unter francemobil.hessen@kultur-frankreich.de.




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