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02.03.2007

Lehrer ziehen aus Protest in die Schule

Vor gepackten Umzugskartons standen die Lehrer der Wilhelm-Merton-Schule in der Eichendorffstraße 77 in Eschersheim gestern Morgen vor Unterrichtsbeginn.

Von Julia Carstens

Symbolisch wollten sie den Umzug ihrer Arbeitszimmer von zuhause in die Schule darstellen. Seit diesem Jahr können Lehrer in ihrer Steuererklärung ihre privaten Arbeitszimmer nicht mehr geltend machen und dagegen protestierte das Kollegium der Berufsschule.

„Die Bedingungen in den Räumen der Schule sind aber so miserabel, dass wir darauf angewiesen sind, zuhause zu arbeiten“, sagt Konstanze Mörsdorf, die Wirtschaft und Politik an der Wilhelm-Merton-Schule unterrichtet. Das Lehrerzimmer biete keineswegs genügend Möglichkeiten, sich auf den Unterricht vorzubereiten, zum Beispiel gäbe es nur zwei Computer für die 80 Lehrer der Schule, da müsse man schon mal Schlange stehen. Bisher lag die Absetzbarkeit des Arbeitszimmers bei 1200 Euro im Jahr. „Wenn man alle Materialien zusammenrechnet, die wir zuhause anschaffen, ist das auch nur ein Teilbetrag gewesen, aber immerhin eine Anerkennung“, so Konstanze Mörsdorf.

Zudem „haben wir von der Landesregierung Arbeitszeiterhöhungen bei gleichzeitiger Streichung des Urlaubsgeldes und Kürzung des Weihnachtsgeldes aufgedrückt bekommen“, sagt Marianne Friemeld, die auch an der Wilhelm-Merton-Schule unterrichtet und Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist. Sie sähe die Streichung der steuerlichen Absetzbarkeit als gezielten Schlag gegen die Lehrkräfte an, deren häusliche Arbeit damit nicht mehr geschätzt würde. „Die neue Regelung kostet uns bis zu 500 Euro im Jahr, und dazu kommt auch noch die Streichung der Fahrtkostenpauschale“, so Friemeld.

Friemeld erzählt, dass ein von der GEW in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Streichung der steuerlichen Absetzbarkeit des Arbeitszimmers verfassungsrechtlich unzulässig sei. Wenn auf der einen Seite der Arbeitgeber die Lehrkräfte verpflichte, die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zu Hause zu erledigen, da er keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, dürfe der Gesetzgeber auf der anderen Seite die dafür entstehenden Aufwendungen nicht ignorieren.

„Von dem Zustand, in dem jeder hier ein Büro hat, sind wir meilenweit entfernt“, so Mörsdorf. Vor einiger Zeit hätten die Lehrer der Berufsschule in einem Brief an das Kultusministerium gefordert, ihnen einen ausgestatteten Arbeitsplatz in der Schule zur Verfügung zu stellen, allerdings sei das abgelehnt worden, mit der Begründung, dass in den Räumen der Schule ausreichend Platz sei. „Das ist lächerlich, daheim in meinem Arbeitszimmer habe ich vier Regale, voll mit Ordnern und Büchern, ich wüsste gar nicht, wo ich die hier unterbringen sollte“, erzählt Mörsdorf.

Wenn die Lehrer der Wilhelm-Merton-Schule ihren Umzug also in die Tat umsetzen würden, dann müssten sie wohl in Zukunft ihre Arbeitsmaterialien in Umzugskisten im Lehrerzimmer stapeln.




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