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10.07.2007

Eschersheim: Ein Platz für Margarete Weber

Der Ortsbeirat 9 (Eschersheim, Ginnheim, Dornbusch) will die ehemalige CDU-Stadtverordnete Margarete Weber ehren.

So soll der bisher unbenannte Quartiersplatz im Neubaugebiet „Im Geeren“ der Name „Margarete-Weber-Platz“ verliehen werden.

Margarete Weber (1925-2005) war von 1962 bis 1968, 1985 bis 1987 und 1989 bis 1993 Stadtverordnete für Eschersheim, zuletzt als Mitglied des Präsidiums, von 1968 bis 1985 und noch einmal von 1987 bis 1989 ehrenamtliche Stadträtin und von 1993 bis zu ihrem Tod 2005 Stadtälteste. Für ihr Engagement wurde sie ausgezeichnet mit den Römerplaketten in Bronze, Silber und Gold sowie dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Als „Beispiel und Vorbild für die Frankfurter Frauen“, bezeichnete Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) Margarete Weber bei einem Empfang zu ihrem 75. Geburtstag. Das Engagement und die Leistung Margarete Webers für die Rechte der Frauen und ihre Mitwirkung im öffentlichen Leben in den vergangenen Jahrzehnten sind in der Stadt noch heute unvergesslich. So schob sie bei der Einweihung des U-Bahnhofs Hauptwache 1968 aus Protest einen Kinderwagen die Treppen rauf und runter, weil die Erbauer nicht an Mütter, Behinderte und alte Menschen gedacht hatten. Sozialpolitisch setzte sich die Eschersheimerin um die Straffreiheit für Homosexuelle ein, sie scheute sich eben nicht, auch heiße Themen in ihrer Partei aufzugreifen. Manche ihrer Initiativen sind heute noch aktuell. So widmete sie sich schon frühzeitig dem Thema Ganztagsschule.

„Ihre Verdienste für Eschersheim und die Stadt Frankfurt sollen mit der Benennung des Platzes gewürdigt und der Nachwelt in Erinnerung gehalten werden“, hat sich nun das Stadtteilgremium entschieden. (sö)




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