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02.09.2007

Erfolglose Suche im Ortsbeirat 9

Eschersheim fehlt ein schöner Platz

Die Ginnheimer treffen sich auf dem Kirchplatz. Am Dornbusch dreht sich alles rund um das Haus Dornbusch. Nur Eschersheim hat keinen Ortsmittelpunkt. Die FDP im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) will das ändern. Mit anderen Fraktionen begab sie sich im Stadtteil auf die Suche. Doch fündig sind die Stadtteil-Politiker nicht geworden, so zumindest sehen es die Fraktionen von CDU und Grünen. Bei der Sitzung des Ortsbeirats am Donnerstagabend lehnten sie deshalb einen Antrag der FDP ab. Die Liberalen wollten, dass der Magistrat prüft, wo ein solcher Platz im Stadtteil eingerichtet werden kann, um anschließend eine Begegnungsstätte für die Bürger zu schaffen.

„Die Idee ist sehr gut, deshalb habe ich mich dem Rundgang angeschlossen“, sagte Ulrich Keck (Grüne). Es gebe einen solchen Ort aber nicht. „Deshalb sehe ich nicht, welchen Sinn dieser Antrag noch machen soll.“ Auch Stephan Hartung (CDU) konnte keinen geeigneten Ort für einen Stadtteilplatz ausmachen.

Antragsteller Klaus Funk (FDP) sah diese Schwierigkeit ebenfalls. Dennoch ist er der Auffassung, dasd „wer keine Ansprüche erhebt, bekommt auch nichts bewilligt“. Es gäbe nur wenige Möglichkeiten und wenn sich der Ortsbeirat nicht jetzt dafür einsetze, dann würden auch diese schwinden. Diese Argumente überzeugten jedoch nur BFF und den Fraktionslosen Marcus Scholz. Der Antrag wurde abgelehnt.

Auch bei der Diskussion über den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln fand das Stadtteilparlament nicht zu einer geschlossen Position. Die Grünen und Christina Althen (CDU) wiesen einen Bericht des Magistrats zurück, wonach „der zwischenzeitliche Verzicht auf Herbizide und die Umstellung auf eine rein manuelle Unkrautbeseitigung bereits nach einem Jahr erhebliche negative Folgen für die Sportanlagen im Stadtgebiet zeige“. Die übrigen Fraktionen nahmen den Bericht zur Kenntnis. „Wir sind mit diesem Ergebnis nicht glücklich“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler. Aber wenn die Sportanlagen sonst darunter litten, nähmen sie den Einsatz in Kauf. Schließlich seien die Sportstätten für viel Geld errichtet worden.

Schon zuvor hatte die CDU gegen einen Antrag der Grünen gestimmt, in dem Auskunft darüber verlangt wird, ob dieses Problem alle Sportanlagen betreffe und ob die mechanische Unkrautentfernung kontrolliert worden sei. Außerdem sollten künftig Privatgrundstücke im Wasserschutzgebiet auf den Einsatz von Herbiziden überprüft werden. Darüber hinaus solle auch die Deutsche Bahn in diesem Gebiet dazu gezwungen werden, auf Herbizide zu verzichten. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Christdemokraten auf den Weg gebracht.

Grüne und SPD hatten sich allerdings in dem gleichen Antrag auch dafür ausgesprochen, auch auf Sportflächen, Wegen und Parkplätzen im Wasserschutzgebiet weiter auf Unkrautvernichtungsmittel zu verzichten. Dieser Punkt wurde aber mit den Stimmen des Fraktionslosen Marcus Scholz sowie der CDU und FDP abgelehnt. Christina Althen (CDU) und die BFF enthielten sich ihrer Stimmen.

Einig waren sich die Fraktionen hingegen in der Frage nach einem neuen Baugebiet für Eschersheim Nord. Einstimmig fordern sie die Stadtverordnetenversammlung auf, die Planungen aus dem Entwurf für den Regionalen Flächennutzungspan herauszunehmen. (kan)




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