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26.05.2008

Die Gefahr lauert an den Kreuzungen

Das legale Fahrradfahren gegen Einbahnstraße ist in vielen Stadtteilen bereits seit vergangenem Sommer freigegeben – nun trat diese Regelung auch in Eschersheim in Kraft.

„Doch bevor nicht die Bevölkerung durch Dezernent Lutz Sikorski informiert wird, ist das noch eine unsichere Fahrpraxis“, sagt Herbert Weber (SPD) vom Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Ginnheim, Eschersheim). Er fordert, dass die angekündigten Flugblätter des Verkehrsdezernats so bald wie möglich verteilt werden sollen, damit die Radfahrer genauso wie Autofahrer ihre Rechte und Pflichten besser kennen.

Eine Radtour gemeinsam mit Herbert Weber zeigte gestern, dass das Fahren gegen die Einbahnstraße nur gelingen kann, wenn alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht aufeinander nehmen. Die Route führte vom Weißen Stein runter bis zur Miquelallee – eine beliebte Alternative in Richtung Innenstadt und zurück, wenn Radler nicht an der viel befahrenen Eschersheimer Landstraße entlang fahren wollen. Auf dieser Strecke wurden vor etwa drei Wochen viele Einbahnstraßen freigegeben.

Auf der Landgraf-Philipp-Straße war die Strecke noch sehr angenehm, doch schon einige hundert Meter weiter kam die Radgruppe an die erste Gefahrenstelle. In der Verlängerung führte die Route über die Chamisso- in die Paul-Heyse-Straße. Diese Ecke ist sehr eng und nicht gut einzusehen. „Hier parken meist Autos“, sagt Weber. Das wurde gestern prompt bestätigt – diesmal war es ein sperriger Anhänger, der die Straße deutlich verengte. Somit war es für Radfahrer nur möglich dort einzubiegen, als kein Gegenverkehr kam. Dieser achte aber nur auf den Verkehr von rechts, ist die Erfahrung von Herbert Weber. „Als ich letztens mit meiner Mutter hier lang kam, hat uns ein Autofahrer nicht gesehen“, erinnert sich Carl. Der Zehnjährige und seine Mutter seien von links gekommen, das sei dem Autofahrer aber erst in letzter Minute aufgefallen. Eine Vollbremsung verhinderte einen Unfall.

Um die gefährliche Ecke zur Paul-Heyse-Straße zu meiden, könnten Radler auch geradeaus weiter und über das Wohngebiet Wilhelm-Busch-Straße weiter in die Grillparzerstraße fahren. Doch auch hier sind die Einbahnstraßen eng und nicht einsehbar. Das verdeutlichte besonders die Raabestraße. Hier macht es eine 90-Grand-Kurve unmöglich zu sehen, ob ein Auto um die Ecke kommt. Stadtteilpolitiker Weber weiß, dass gerade auch in den kleinen Straßen wie dieser, nicht auf die Tempo 30 geachtet wird. Da er selbst dort wohne, beobachte er oft den schnellen Verkehr vor seinem Fenster.

Weil diese Alternativroute also nicht weniger gefährlich ist, ging die Testroute also weiter über die Ricarda-Huch-Straße in die Eichendorffstraße, wo plötzlich Radfahrer gegen die Einbahnstraße freie Fahrt bekommen – allerdings erst auf dem Rückweg von der Innenstadt zurück. Denn in dieser Straße gibt es seit Beginn der neuen Regelung zwei Spuren. „Vor etwa zwei Jahren hatte die Stadt hier auf beiden Seiten einen Radweg gebaut“, erinnert sich Weber. „Das erinnert stark an einen Schildbürgerstreich“, sagt auch Horst Konrad. Der FNP-Leser aus der Raimundstraße hatte dies bereits durch eine E-Mail an das Straßenverkehrsamt kritisiert. „Die Markierung ist also total überflüssig. Was haben sich die Verantwortlichen dabei gedacht?“, fragt der Anwohner. Doch eine Antwort hat auch Herbert Weber nicht.

Von der Eichendorffstraße führte der Weg weiter über die Straße „Am Dornbusch“ rüber zur Hansaallee, um schließlich auf die Miquellallee zu kommen. Doch auch hier zeigten sich zwei weitere Mängel. Die Ampelschaltung für die Fußgänger ist etwa sieben Sekunden grün, so dass sogar ein Radfahrer nur gerade die Hälfte der Hauptstraße überquert kann. Zudem wurde in der Einfahrt zur Hansaallee anscheinend die Freigabe zum Fahren entgegen der Einbahnstraße vergessen. Denn es weisen weder ein Piktogramm auf der Straße noch ein Schild darauf hin.

„Es gibt noch viele Ungereimtheiten wie diese“, sagt Weber. So seien auch an anderen Stellen nicht immer Piktogramme angebracht worden, die den Radfahrern den richtigen Weg zeigen sollen. Deshalb fordert er, dass die Informationen so schnell wie möglich in die Briefkästen kommen. Diese seien schon lange vom Dezernat angekündigt. Das sei wichtig, damit die Autofahrer erfahren, dass sie Rücksicht nehmen müssen, wenn ihnen ein Radfahrer entgegen kommt. (mer)




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