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08.06.2008

Ein geschenkter Fußballplatz wird teuer

In der Hinrich-Wichern-Schule ist Fußball nicht erst seit heute ein Thema. Seit Wochen bangt die Schule, ob sie einen Mini-Fußball-Platz geschenkt bekommt oder nicht. Denn das hängt davon ab, ob sich das Stadtschulamt und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einigen.

Im November hatte sich die Förderschule beim DFB beworben, der 1000 Mini-Fußballfelder für 1000 Schulen zu verschenken hatte. Unter 5000 Bewerbern hatten auch die Wichern-Schule und die Ernst-Reuter-Schule Glück. Bei beiden ist allerdings nicht klar, ob sie das Mini-Fußball-Feld tatsächlich bekommen. „Wir sind uns über die Vertragsbedingungen nicht einig“, erklärt Gabriele Damero vom Stadtschulamt.

Die Stadt müsste den Unterbau für die neuen Sportanlagen finanzieren. Paul Oschèe, Leiter der Wichern-Schule, geht davon aus, dass es daran scheitern wird. „Der Unterbau, hieß es, würde 80 000 Euro kosten, das kann von der Stadt nicht finanziert werden“, so Oschèe. Vor zwei Wochen sei dann noch diskutiert worden, dass das Feld die Feuerwehrzufahrt versperren würde.

Aber noch ist nicht alles verloren: „Wir stehen weiterhin in Kontakt mit dem DFB“, sagt Gabriele Damero. Erst jüngst sei ein Brief an den Fußball-Bund gegangen, mit neuen Vorschlägen vom Stadtschulamt. „Die Verträge des DFB sind in ihrer jetzigen Form nicht akzeptabel.“ Grundsätzlich seien die Mini-Fußball-Felder nicht abgelehnt worden.

Zu „verschenken“ hat der DFB ein 13 mal 20 Meter großes Feld. Er würde die Gestaltung der Fläche, der Seitenbanden sowie der integrierten Tore übernehmen. Sofern es ein aufbereitetes Grundstück gibt.

Das Spielfeld wäre eine große Bereicherung, sangt Schulleiter Oschèe: „Fußball ist für unsere Kinder wichtig, sie lernen so, Regeln einzuhalten.“ Und es sei nun mal der beliebteste Sport. In der vergangenen Schulfußball-Saison seien die Wichern-Schüler Meister beim Turnier der hessischen Förderschulen geworden.

Eine der Bedingungen des DFB war, dass es möglichst lange von möglichst vielen Jugendlichen genutzt werden kann. Das wäre bei der Wichern-Schule gegeben: „Außer uns könnte auch die Kita 88 und der Kinder-Kulturtreff auf dem Mini-Platz spielen“, sagt Oschèe. Um so trauriger wäre es, wenn Stadt und Schule das Geschenk des DFB nicht annehmen könnten. (mer)




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