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Weihnachtsmarkt im Gaddeverein
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29.10.2019
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05.10.2019
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01.10.2019
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01.12.2008

U-Bahn bremst die Geschäfte

Die U-Bahn-Strecke entlang der Eschersheimer Landstraße wird so schnell nicht unter der Erde verschwinden.

Obwohl sie so gefährlich ist, wie der jüngste Todesfall erneut gezeigt hat. Und obwohl sie den Geschäftsleuten in ihren Läden entlang der Straße das Wirtschaften so schwer macht.

Da die Stadt die Millionen für eine Untertunnelung wohl so schnell nicht aufbringen wird, schlugen die Ladenbesitzer nun eine Alternativlösung vor: Die Eschersheimer Landstraße sollte auf eine Fahrspur in jede Richtung verengt werden. Dann wäre endlich Raum für Parkplätze für die Kunden. Das schlugen die Geschäftsleute und Vertreter der Gewerbevereine Frankfurts Wirtschaftsstadtrat Boris Rhein (CDU) vor, der am Donnerstag zum «Stadtteildialog» im Ortsbezirk 9 (Ginnheim, Dornbusch, Eschersheim) eingeladen hatte.

«Für unsere Läden brauchen wir Parkmöglichkeiten», erklärte Norbert Schneider, Betreiber des Weinladens «Vino e Pane» im Dornbusch, die Idee. Einige seiner Nachbarn argumentierten genauso. Nach längerer Diskussion der Für und Wider einer solchen regelung übergab Rhein die Bitte der Geschäftsleute schließlich an Rüdiger Auth vom Straßenverkehrsamt. Er wird nun prüfen, ob eine einspurige Eschersheimer Landstraße mit vielen Parkplätzen überhaupt vorstellbar ist.

Rheins Einladung zum Dialog nutzten Ladeninhaber und Vertreter der Gewerberinge in Ginnheim, Dornbusch und Eschersheim, um ihre Probleme dem für sie zuständigen Stadtrat persönlich zu erklären: An der oberirdisch geführten U-Bahn kam dabei niemand vorbei. «Ich muss unsere Kunden oft über die sehr komplizierten Wendemöglichkeiten aufklären, damit sie zu unserem Laden kommen. Das schreckt natürlich ab», erzählte Ernst Schwarz, der mit seiner Frau Anita das Pelzgeschäft am Dornbusch betreibt. Beide sind im Geschäftsring Dornbusch aktiv.

Reden wollten die Geschäftsleute auch noch einmal über das Thema «verkaufsoffene Sonntage». Da schieden sich die Geister scheiden, ob sie rentabel sind für die Geschäfte in den Stadtteilen oder ob sie nur den großen Zentren wie dem nahe gelegenen Nordwestzentrum nutzen. Immerhin können die Betreiber kleinerer Läden in Sachen Weihnachtsbeleuchtung jetzt besser mit den Großen mithalten: Die Frankfurter Wirtschaftsförderung stellt 46 000 Euro für Weihnachtsbeleuchtung zur Verfügung, 17 Gewerbevereine profitieren davon.

Sie und ihre Mitglieder sollen noch mehr Hilfe aus Rheins Dezernat erhalten. Peter Kania, seit Juni Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, erklärte ein weiteres großes Vorhaben: Seine Mitarbeiter arbeiten derzeit an einem Leerständekataster. In Zusammenarbeit mit den Gewerbevereinen, Ortsbeiräten, Ämtern und aufmerksamen Bürgern soll ein Verzeichnis aufgebaut werden, das jegliche leerstehende Ladenfläche in Frankfurt aufnimmt. «Wir wollen damit die Vermittlung zwischen Vermietern und Mietern besser managen», erklärte Kania. Klappt das, hätte die Stadt einen Wunsch vieler Gewerbetreibender erfüllt.

Wirtschaftsdezernent Rhein (CDU) ist derzeit in der Stadt unterwegs, um zu erfahren, was die Geschäftsleute bewegt. Dazu initiierte er den «Stadtteildialog», den es noch in anderen Stadtteilen geben soll. Anlass für sein Engagement ist auch die neue Einzelhandelsstudie, in der die wirtschaftliche Lage in den einzelnen Stadtteilen genauer untersucht wird. Die Ergebnisse der aktualisierten Studie, die im Laufe des nächsten Jahres veröffentlicht werden, sollen dann Empfehlungen für den Einzelhandel und die Wirtschaftsförderung geben, wie die Unternehmer in den Stadtteilen unterstützt werden können. «Auch auf kommunaler Ebene kann viel für den Mittelstand, den Einzelhandel und das Handwerk getan werden», versprach Rhein.




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