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10.11.2009

Brücke weicht einem Neubau

Niddaquerung wird mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket finanziert. Für rund 1,5 Millionen Euro wird die Niddabrücke zwischen der Heddernheimer Landstraße und Alt-Eschersheim neu gebaut. Doch nicht jeden freut’s.

Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) ist sauer. Denn Heddernheim bekommt eine «Nur-mal-so-Brücke». So nennt er das Bauwerk, das im kommenden Jahr die alte Niddaquerung zwischen der Heddernheim Landstraße und Alt-Eschersheim ersetzen soll. Nur durch Zufall habe er von den Plänen erfahren. Und davon, dass die Brücke aus dem Konjunkturpaket finanziert werden soll. «Dabei ist die alte Brücke intakt. Es gibt keinen Grund, eine neue zu bauen», sagt Nattrodt.

Dem widerspricht Straßenbauamtschefin Gabriele Dehmer: «Die Brücke ist in einem schlechten Allgemeinzustand.» Das habe auch die jüngste Untersuchung gegeben. Wenn nicht bald etwas passiert wäre, hätte die Belastbarkeit von 30 auf 18 Tonnen herabgesetzt werden müssen. Ein Neubau sei ursprünglich bereits in Planung für 2012 gewesen. «Durch das Konjunkturpaket geht’s schneller.»

Schnell muss es gehen, in der Tat, der Auftrag muss bis Ende des Jahres rausgegangen sein. Sonst ist das Geld aus dem Konjunkturpaket futsch. «Das ist der Grund, warum der Ortsbeirat nicht in den demokratischen Entscheidungsweg einbezogen worden ist», sagt Nattrodt. Dabei gebe es in Heddernheim, Niederursel und der Nordweststadt drängendere Projekte als die neue Brücke, «die sämtliche Kapazitäten im Planungsamt frisst». Die Gestaltung der Karl-Perotte- oder des Werner-von-Ursel-Platzes werde dagegen auf die lange Bank geschoben. «Für sie sind keine Kapazitäten mehr frei, weil sich die Mitarbeiter des Planungsamtes mit Nur-mal-so-Brücken beschäftigen müssen», schimpft der Ortsvorsteher.

Von den Plänen erfahren habe er bei einem Ortstermin, bei dem es darum ging, die Umleitung während der Bauzeit festzulegen. Ein halbes Jahr werde es dauern, bis die alte Brücke abgerissen und die neue gebaut ist. Der Verkehr wird zwischenzeitlich über den Adam-Riese-Weg und die Sandelmühle nach Eschersheim geleitet.

«Es empört alle Ortsbeiräte, dass wir sie bei Projekten, die aus dem Konjunkturpaket finanziert werden, nicht einbezogen haben», weiß Dehmer. Wegen der engen Terminvorgabe wäre das aber nicht möglich gewesen. Der knappe Zeitplan sei auch der Grund gewesen, warum Maßnahmen realisiert werden, wo es bereits ein Planung gibt. So wie bei der Brücke in der Heddernheimer Landstraße. «Wir haben unter keinen Umständen etwas versaubeutelt, sondern eine Brücke genommen, die es nötig hat», stellt Dehmer klar.

Der jetzige Bau stammt vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts, Sanierungen gab es mehrere. Die 1972 eingeweihte Maybachbrücke verbindet die Eschersheimer Landstraße mit der Dillenburger Straße und schaffte Entlastung.

Gabriele Dehmer rechnet nicht damit, dass noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen wird. Die Submission wurde vergangene Woche beendet. Nun müssen die Angebote geprüft werden, der Magistrat Anfang Dezember seine Einwilligung geben. «Ich gehe davon aus, dass wir Anfang des Jahres starten können – je nach Witterung natürlich», sagt Dehmer.

Ortsvorsteher Nattrodt bleibt skeptisch. «Dass die Brücke so baufällig ist, hätte ich jetzt nicht gedacht», sagt er, und in seiner Stimme schwingt Ironie mit. «Vielleicht wird der Ortsbeirat ja doch noch einbezogen und darf dem Bauwerk einen Namen geben. Dieses Recht haben wir ja immerhin.» sim



Von Simone Wagenhaus

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