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11.11.2010

U-Bahn fährt Notarzt vor der Nase weg

Ein Mann wird in der U-Bahn ohnmächtig. Der Fahrer hält den Zug an. Als der Notarzt schon zu sehen ist, setzt der Fahrer die Bahn in Bewegung, so dass die Behandlung erst viele Minuten später erfolgen kann. Ein Vorfall in der U 2.

Alfonsa Schmitt ist empört. Empört über das, was sie am Samstag in der U 2 Richtung Nieder-Eschbach erlebt hat. Der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und ihrem Fahrer macht die Frau aus Bonames schwere Vorwürfe: Die Einhaltung des Fahrplans sei ihnen wichtiger gewesen als die Gesundheit, ja das Leben eines Menschen. Wenn sie über den Vorfall nachdenkt, fällt ihr nur ein Wort ein: «Unglaublich.»

Am Samstag gegen 15.15 Uhr, so berichtet Frau Schmitt, sei im ersten Wagen der U 2 plötzlich ein Fahrgast ohnmächtig geworden. «Es handelte sich um einen Mann um die 40, der in Fahrtrichtung links saß; er kippte nach rechts von seinem Zweiersitz, stürzte und blieb auf dem Boden liegen.» Sofort seien Helfer dagewesen, die sich um den Ohnmächtigen kümmerten und telefonisch einen Notarzt verständigten.

Alfonsa Schmitt erzählt, dass auch der U-Bahn-Fahrer reagiert habe: «Er hielt den Zug an der Station Lindenbaum an und verließ den Führerstand, um sich über die Situation zu informieren.» Danach sei er nach vorn zurückgekehrt, vermutlich um die Leitstelle über den Vorfall zu unterrichten.

Anweisungen befolgt

Der Notarzt sei schnell gekommen. Doch just in dem Moment, als der Mediziner mit dem Koffer auf dem Weg zur Bahn war, habe der Fahrer den Zug wieder in Bewegung gesetzt.

Auf die Frage, warum er losgefahren sei, obwohl der Arzt nahte, habe der VGF-Mitarbeiter nur geantwortet, dass er «Anweisungen der Leitstelle» befolge.

Auch beim Halt an den folgenden Stationen habe der Fahrer nicht auf einen Mediziner gewartet, obwohl der Ohnmächtige noch immer am Boden lag. «Die U-Bahn fuhr bis zum Straßenbahndepot in Heddernheim weiter, wo schließlich ein Rettungswagen eintraf», sagt Frau Schmitt.

Inzwischen seien nur noch sie und ein anderer Fahrgast bei dem inzwischen erwachten, aber nicht ansprechbaren Mann gewesen. «Die anderen Passagiere waren gebeten worden, an der Station Heddernheim auszusteigen.»

Vielleicht ein Herzinfarkt

Frau Schmitt betont, dass sich die Behandlung des Mannes durch die Entscheidungen der VGF-Mitarbeiter «um 20 Minuten» verzögert habe. «Man weiß ja, wie schnell alles gehen muss, wenn jemand nicht ansprechbar ist – vielleicht hatte der Mann einen Herzinfarkt.» Doch der VGF sei anscheinend wichtiger gewesen, dass die Fahrzeiten eingehalten und nachfolgende Züge nicht behindert wurden.

VGF-Sprecher Bernd Conrads bestätigt den Vorfall, merkt jedoch an, dass der U-Bahn-Fahrer den anrückenden Notarzt nach eigenen Angaben nicht gesehen hat. Die Leitstelle habe dem Mitarbeiter tatsächlich die Anweisung gegeben, nach Heddernheim zu fahren: «Bei medizinischen Notfällen auf dieser Strecke kommen die Rettungswagen in der Regel aus dem Krankenhaus Nordwest, da ist Heddernheim die nächstgelegene Station.»

Wie es dem Mann jetzt gehe, sei der VGF nicht bekannt, sagt Conrads. «Er ist jedoch lebend abtransportiert worden.» Auch Feuerwehrsprecher Hans-Jürgen Kohnert bestätigt, dass am Samstag um 15.22 Uhr ein Rettungswagen zum Depot gerufen wurde. Weil die Notfallhelfer gestern frei hatten, konnte er aber nichts über den Patienten in Erfahrung bringen. chc




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