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29.01.2011

Ein Bahnhof auf dem Abstellgleis

Ein schöner Anblick ist er wahrlich nicht. Der Eschersheimer Bahnhof fristet ein trostloses Dasein. Beschmierte Wände, gesperrte Wege und abbröckelnder Putz. In absehbarer Zeit wird sich daran nicht viel ändern. Die Bahn plant den Abriss.

Es wäre eine Situation gewesen, von der alle profitiert hätten. Marcus Scholz, Stadtverordneter und Mitglied des Ortsbeirats 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim), hatte die Idee, das alte Bahnhofsgebäude neuen Nutzern zugänglich zu machen. Vereine, Gewerbetreibende oder Existenzgründer, so hoffte Scholz, hätten in den Räumen Unterschlupf finden können. «Der Bahnhof im Stadtteil Eschersheim wird seit Jahrzehnten nicht mehr durch die Deutsche Bahn AG als solcher genutzt und steht seitdem leer», formulierte Scholz seinen Wunsch, der Magistrat möge mit der Bahn Verbindung aufnehmen, um zu erörtern, ob eine künftige Nutzung durch Dritte möglich wäre.

Starke Hanglage

Tatsächlich steht das Gebäude schon seit langem leer. Im Laufe der Jahrzehnte unterlag das Bahnhofsgebäude immer wieder starken baulichen Veränderungen, so dass es nicht als Kulturdenkmal gilt und auch nicht unter Denkmalschutz steht. Besonderheit ist die starke Hanglage, liegen die gleisseitigen Gebäudeteile doch zwei Stockwerke tiefer als der Eingangsbereich an der Maybachstraße. Genutzt wird noch der Bahnhofsvorplatz. Dort befindet sich ein Parkplatz. Seit 2009 ist das Parken dort kostenpflichtig. Ein Vorstoß des Ortsbeirats, das Parken wieder unentgeltlich möglich zu machen, wurde seitens der Bahn abgelehnt. Doch auch mit kostenpflichtigem Parkplatz wäre die Lage des Bahnhofsgebäudes für Vereine oder Existenzgründer nicht zu verachten. Immerhin besteht über die S-Bahn und die nahe Stadtbahnhaltestelle am Weißen Stein ein guter Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel.

Projektentwicklung

Auf Scholz’ Anfrage nahm die Stadt Kontakt zur Bahn auf. Die Antwort wird jene, die sich eine Nutzung hätten vorstellen können, jedoch nicht freuen. Denn: Das Unternehmen hat andere Pläne mit dem Grundstück. Nach Angaben der Bahn befänden sich die nicht genutzten Flächen im «Stillstandsmanagement» und dürften daher nicht mehr vermietet werden. «Die Gebäudeteile befinden sich bereits in der konkreten Projektentwicklung», heißt es im Antwortschreiben der Bahn weiter. Die Bahn konkretisierte dies nun auf Nachfrage. So sei das Gelände kein Entwicklungsstandort wie etwa ehemalige Güterbahnhöfe. Allerdings hat die Bahn sehr wohl Pläne mit dem Grundstück.

Geld wird die Bahn wohl keines mehr in das Bahnhofsgebäude stecken. Schon ein neuer Anstrich der Fassade musste 2008 durch Peter Postleb, den Leiter der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, in die Wege geleitet werden. Die Materialkosten übernahm die Bahn, die Arbeiten selbst wurden aber durch Maler der Werkstatt Frankfurt ausgeführt.

Main-Weser-Bahn

Für den Ausbau der Main-Weser-Bahn von zwei auf vier Gleise benötigt das Unternehmen den Platz. So werde das Empfangsgebäude im Zuge der Bauarbeiten abgerissen. Der Parkplatz diene dann als Baustelleneinrichtung und Lagerplatz für Baumaterial. Ob und wann es dazu kommen könnte, ist jedoch noch ungewiss. Koordiniert über die Bürgerinitiative «2 statt 4», sind zurzeit noch mehrere Klagen gegen das Bauvorhaben beim Verwaltungsgericht Kassel anhängig. göc




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