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14.06.2011

Hier soll es einspurig werden

Der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) will einen Teil der Hauptverkehrsstraße testweise beruhigen und die Auswirkungen auf das Umfeld beobachten lassen. Man erhofft sich ökologische und ökonomische Vorteile.

Darüber herrscht schon seit Langem Einigkeit: Auf der Eschersheimer Landstraße muss sich etwas ändern. Selbst im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU und Grünen im Römer ist es festgeschrieben: Die "Trennungswirkung", die die U-Bahn-Strecke auf die Straße hat, soll verringert, die Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer erhöht und die Fahrspuren nördlich der Hügelstraße umgestaltet werden.

Nun haben CDU und SPD einen gemeinsamen Antrag im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) gestellt, die Eschersheimer Landstraße zwischen Hügelstraße und Weißen Stein in einer zeitlich befristeten Testphase auf nur noch eine Fahrspur zu reduzieren. Zudem soll probeweise wieder eine "Grüne Welle" eingeführt werden, so dass Autos auf diesem Abschnitt immer eine Ampelgrünphase antreffen – es sei denn, dass Fußgänger die Eschersheimer Landstraße überqueren wollen.

Attraktivität herstellen

Während dieser Testphase sollen die Verkehrsströme zu verschiedenen Tageszeiten erfasst werden. Die Antragsteller versprechen sich davon eine Möglichkeit, den Verkehr auf der Eschersheimer Landstraße zu beruhigen, das Wohnumfeld und die Parksituation zu verbessern und die Geschäfte besser erreichbar zu machen.

"Wir wollen die Attraktivität des Lebens- und Wirtschaftsraums wieder herstellen", sagt Rachid Rawas (SPD). Die Straße soll für die Anwohner lebenswerter gemacht werden – ökologisch und ökonomisch gesehen. Rawas hofft, dass sich so noch mehr Geschäfte in der Straße ansiedeln werden.

Die Idee ist nicht neu: Der Gewerbeverein Eschersheim hat schon bei seinem Neujahrsempfang vor anderthalb Jahren eine einspurige Verkehrsführung vorgeschlagen. Mit dem Antrag hoffen CDU und SPD, den Zielen der Anwohner, Geschäftsleute und des Koalitionsvertrags gerecht zu werden.

Die Grünen im Ortsbeirat begrüßen zwar grundsätzlich den Antrag, aber nicht die "Grüne Welle", weil diese dem Durchgangsautoverkehr bevorzuge und die Fußgänger an den Ampeln länger warten müssten. "Stattdessen fordern wir mehr Übergänge, eine günstige Ampelschaltung und kürzere Querungszeiten", sagt Angela Rühle (Grüne).

"Das ist zu kurz gedacht", findet Nils Kößler (CDU). "Für den Fußgänger ist es von Vorteil, wenn er nur eine Spur statt zwei überqueren muss." Zwar bedauert auch er die langen Wartezeiten, aber für die Ampeln gebe es keine Patentlösung, wie auch der gesamte Verkehr auf der Eschersheimer Landstraße ein schwer zu lösendes Problem sei.

Offenes Testergebnis

"Probieren statt spekulieren" sei die Devise, so Kößler. Er selbst sei anfangs skeptisch gewesen, wolle es nun aber doch versuchen. Sollte die Testphase erfolgreich sein, ergebe sich ein neuer gestalterischer Spielraum für Fuß- und Radwege. Trotzdem betont Kößler: "Das Ergebnis des Test soll offen sein."

Thomas Reinecker vom Straßenverkehrsamt zufolge, sind heute schon große Teile der Eschersheimer Landstraße einspurig, da die rechte Spur zum Parken, Be- und Entladen freigegeben sei. Auch eine Grüne Welle sei bereits Realität. Trotzdem: "Eine solche Testphase wäre eine sinnvolle Sache", sagt Reinecker. "Der Aufwand dafür ist überschaubar." Beim Straßenverkehrsamt habe es bereits solche Überlegungen gegeben. Und eine dauerhafte Einspurigkeit zwischen Hügelstraße und Weißem Stein sei seiner Meinung nach "nicht ganz auszuschließen".



Von Lukas Gedziorowski

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