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03.09.2011

Bau des Vordachs ist zu teuer

Eschersheimer Friedhof: Trauergäste müssen auch in Zukunft im Regen stehen. Seit März fordert der Bürgerverein Eschersheim ein Vordach für die Trauerhalle auf dem Eschersheimer Friedhof. Obwohl sich der Verein an den Kosten beteiligen will, verweigert sich die Stadt. Der Nutzen sei zu gering, heißt es. Nun soll das Dach der Halle saniert werden.

Nicht einmal einen Hektar groß ist der Friedhof in Eschersheim. Auch wenn es unter den 50 Friedhöfen der Stadt deutlich kleinere gibt, gehört er dennoch zu den kleinsten. Auf dem Eschersheimer Friedhof steht eine Trauerhalle. Zu klein sei diese, findet der Bürgerverein. Nur etwa 30 bis 40 Personen passen hinein. "Bei manchen Trauerfeiern müssen die Trauergäste bei Regen, Schnee oder bei großer Hitze wegen Platzmangels vor der Halle stehen", sagt Wolfgang Sahr, zweiter Vorsitzender des Vereins. Deshalb fordert er ein Vordach, das die draußen stehenden Trauernden vor dem Wetter schützt (wir berichteten). Doch das stellt sich als schwierig heraus. Der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) unterstützt die Initiative und hat im Mai angeregt, der Magistrat möge das Vordach errichten lassen. Der Bürgerverein hat einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Rund 13 000 Euro sollen allein die Holzarbeiten kosten. Hinzu kämen noch die Kosten für Dachbedeckung, Fundamente, Pfosten, Statik, Bauanmeldung und Dachrinnenanschluss. Mit 8000 Euro wollte sich der Bürgerverein beteiligen.

Bei einem Ortstermin mit Wolfgang Sahr und Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, Anfang Juni hat sich herausgestellt, dass das Flachdach der Trauerhalle marode ist. Es regnet rein. Eine Inspektion des Hochbauamts hat ergeben, dass die Halle dennoch sicher zu benutzen ist. Nachdem das Dach provisorisch repariert worden ist, wird nun geprüft, wie die Halle nachhaltig saniert werden kann. "Die Sanierung wird erfolgen", sagt Stephan Heldmann. Nur wann, kann er noch nicht sagen. Die schlimmsten Befürchtungen wehrt er ab: "Die Trauerhalle wird nicht abgerissen."

Für das Vordach hat der Magistrat dem Ortsbeirat Ende Juli jedoch eine Absage erteilt. "Die Kosten stehen nicht im Verhältnis zum Nutzen", sagt Heldmann. Er zitiert die Statistik: Im Jahr 2009 hat es 57 Beisetzungen gegeben, in 47 Fällen wurde die Trauerhalle genutzt. Im vergangenen Jahr waren es 56 Beisetzungen, davon 44 mit Trauerhalle. Die Gebühreneinnahmen für die Halle gingen von 9165 Euro auf 8180 Euro zurück. Der Eschersheimer Friedhof hat nur einen Anteil von etwa einem Prozent an den Bestattungen auf den restlichen 35 Stadtteilfriedhöfen. 2010 wurde die Trauerhalle durchschnittlich 3,6 Mal im Monat genutzt.

Doch auch Zahlen aus dem laufenden Jahr stützen die Argumentation des Grünflächenamts. Nach dessen Angaben hat es von Jahresbeginn bis zum 10. Juli keine Trauerfeier gegeben, bei der die Halle nicht für die Gemeinde ausgereicht hätte. Außerdem regnete es bei keiner dieser Trauerfeiern. Hannelore Spiller, erste Vorsitzende des Bürgervereins, zweifelt an dieser Statistik: "Die Leute stehen immer draußen vor der Trauerhalle und werden nass vom Regen."

Der Leiter des Grünflächenamtes fragt sich, mit welchen Mitteln das Vordach für die Trauerhalle gebaut werden könne. Die Einnahmen aus den Friedhofsgebühren reichten dazu nicht aus, lediglich um die laufenden Kosten der Unterhaltung und der Sanierung der Trauerhalle zu decken. "Das Problem, dass die Größe der Halle nicht ausreicht, kommt auch auf anderen Friedhöfen vor – selbst auf dem Hauptfriedhof", sagt Heldmann.

Im vergangenen Jahr hat der Ortsbeirat 14 ein Vordach für die Trauerhalle auf dem Harheimer Friedhof gefordert, und auch dort hat der Magistrat eingewendet, dass der Aufwand für einen Vorbau aufgrund der relativ geringen Anzahl der Bestattungen in keinem Verhältnis zum Nutzen stünde.

"Das wird wohl nichts mehr", sagt Hannelore Spiller. "Wir setzen uns für die Bürger in Eschersheim ein, und man legt uns Steine in den Weg."leg




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