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22.10.2012

Großes Interesse an neuen Wohnungen

Niedwiesenstraße: Besichtigungstermin in Gebäudeensemble der städtischen Wohnheim GmbH. Die Wohnheim GmbH, ein Tochterunternehmen des städtischen Wohnkonzerns ABG, präsentiert in der Eschersheimer Niedwiesenstraße ein neues Gebäudeensemble mit insgesamt 64 Wohnungen. FNP-Mitarbeiter Benjamin Kilb hat ein junges Pärchen bei der Wohnungssuche begleitet.

Mindestens drei Zimmer muss sie haben, ein Arbeitszimmer und auf jeden Fall ein Kinderzimmer – dies sind die Anforderungen, die Carina Erlenwein und ihr Lebensgefährte an eine neue Wohnung stellen. Seit Mai sind die beiden auf Wohnungssuche in Frankfurt, 15 Besichtigungen haben sie bereits hinter sich, derzeit wohnen sie noch im Nordend. Es muss schnell gehen, im Januar erwarten sie Nachwuchs. Doch gerade dieser Umstand macht es den beiden nicht leicht.

"Komplett durchmischen"

Denn nicht alle Vermieter in Frankfurt geben sich so kinderfreundlich wie Constantin Westphal, Geschäftsführer der Wohnheim GmbH. "Wir würden die Wohnungen in der Niedwiesenstraße gerne komplett durchmischen. Alte Menschen, Schwangere und Familien mit Kindern wünschen wir uns", hofft er. Erlenwein und ihr Lebensgefährte scheinen an der richtigen Adresse.

Die Wohnheim präsentiert in der Niedwiesenstraße ein Ensemble aus drei Gebäuden. 64 Wohnungen stehen zur Vermietung, die kleinsten haben zwei, die größten vier Zimmer. "Es ist für jeden was dabei", verspricht Westphal. Erlenwein und ihr Partner bleiben kritisch.

Beide schließen sich Ute Reidt an, die als Kundenbetreuerin der Wohnheim durch Haus C des Ensembles führt. Ein geräumiges Bad mit Wanne hat die als Erstes präsentierte Wohnung im dritten Stock. Ein Pluspunkt, denn für Erlenwein ist eine Wanne ein Muss. Doch ihrem Blick in die Dusche gegenüber dem Badezimmer folgt Ernüchterung: Die Dusche hat weder Vorhang noch Wand.

Erlenwein hofft, dass die Wohnheim dies noch nachholt, doch laut Reidt ist es nicht geplant. "Diesbezüglich haben aber bereits einige Interessenten nachgefragt. Wir müssen sehen, was wir da machen", erklärt die Kundenbetreuerin.

Platz für ein Kinder- und ein Arbeitszimmer bietet die Vier-Zimmer-Wohnung jedoch. Das Wohnzimmer mündet in einen großen Balkon, auf dem die künftigen Mieter die Mittagssonne genießen können.

Allerdings zeigt sich für Erlenwein und Partner zwischen Küche und Wohnzimmer das nächste Manko der Wohnung. Beide Räume sind über eine schmale Durchreiche verbunden. Erlenwein gefällt das gar nicht: "Stattdessen hätte ich lieber eine komplett offene Küche. Denn aufgrund der kleinen Durchreiche fehlt in der Küche Platz, an dem sich Schränke aufhängen ließen."

Auch wenn dem jungen Paar letztlich vieles an der Wohnung gefällt – es wird wohl weiter auf Wohnungssuche bleiben. "Die Wohnungen sind weder Fisch noch Fleisch. Sie unterscheiden sich untereinander nur minimal, ich würde es mir nicht so bauen lassen", bemängelt Erlenweins Lebensgefährte.

Nicht alle Interessenten scheinen sich an dem zu stören, was das junge Paar an den Wohnungen auszusetzen hat. Für die Wohnheim verläuft der Nachmittag mehr als erfolgreich. 120 Gäste zeigen großes Interesse an den 64 Wohnungen. "Wir könnten die Wohnungen somit mehrmals vermieten", findet Constantin Westphal.

Erschwinglich

Mit einer Kaltmiete von 10,50 Euro pro Quadratmeter sind die Wohnungen für viele erschwinglich. Aufgrund des Passivhausstandards müssten die künftigen Mieter laut Westphal mit einem Stromverbrauch von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr rechnen. "In normalen Altbauten liegt der Verbrauch teilweise bei deutlich über 100 Kilowattstunden", vergleicht der Geschäftsführer der Wohnheim. Auch seien alle Wohnungen behindertenfreundlich erschlossen, zum Teil komplett barrierefrei. (bki)




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