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15.02.2013

Problemkind Peter-Petersen-Schule

Gravierende Mängel und zu wenige Betreuungsplätze – Schulleitung und Elternbeirat beklagen sich im Ortsbeirat. Unterrichtsausfall wegen Heizungsdefekten, ein Chemie-Raum, in dem die Decke herunterkracht, Mangel an Betreuungsplätzen: An der Eschersheimer Peter-Petersen-Schule hagelt es Probleme.

Des einen Freud‘ ist des anderen Leid: So haben sich die knapp 800 Schüler der Peter-Petersen-Schule (PPS) gestern vermutlich über den spontanen Unterrichtsausfall gefreut, während Eltern und Schulleitung den erneuten Heizungsdefekt, der hinter dem schulfreien Tag steckt, kritisch sehen. Denn das unfreiwillige "Kältefrei" gab es nicht zum ersten Mal: Am Valentinstag 2012, genau vor einem Jahr, fiel die Heizung an der Grund- und Gesamtschule das erste Mal aus. Zuletzt gab es im November zwei Tage frei. Innerhalb eines Jahres kam es somit zu drei Unterrichtsausfällen.

Veraltetes Heizsystem

Laut Schulhausverwalter Rolf Franz gab es dieses Mal einen Defekt an den Heizungspumpen und der elektronischen Steuerung. "Es waren minus sieben Grad gemeldet, da kann man den Kindern doch keinen Unterricht antun", sagt Dorothea Schachtsiek. Die Schulleiterin saß gestern warm eingepackt mit einem elektrischen Heizofen im Büro. Die Heizung selber sei neu, wurde der Rektorin erklärt. "Das Problem sind die Heizkörper und das System, das total veraltet ist." Das Hochbauamt prüfe in solchen Fällen, ob ein Austausch oder eine Reparatur Sinn macht, erklärt Martin Müller-Bialon, Sprecher des Bildungsdezernats. "Ist eine neue Heizung nötig, muss nicht auf Mittel gewartet werden – dafür ist immer Geld da."

In dieser Woche hat Schulleiterin Schachtsiek im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) vorgesprochen. Denn die Heizung, die im Laufe des Freitagvormittags wieder in Betrieb ging, ist derzeit ihr kleinstes Problem: "Wir haben viel gravierendere Mängel." Besonders die naturwissenschaftlichen Räume seien unzumutbar. "Wir sind miserabel ausgestattet, wie zu meiner eigenen Schulzeit", kritisiert die 55-Jährige. Vergangene Woche sind im Chemie-Raum Teile der Decke heruntergebrochen, der Raum ist seitdem gesperrt. "Zum Glück ist das außerhalb des Unterrichts passiert." Auch hier sichert Müller-Bialon schnelle Hilfe zu: "Für reguläre Sanierungen gibt es ein Programm, aus dem alle 160 Frankfurter Schulen schöpfen", erklärt er. "Doch in solch drastischen Fällen wird umgehend gehandelt."

Betreuungsplätze fehlen

Nicht so schnell gelöst werden kann laut Müller-Bialon jedoch das Problem der Betreuungsplätze. Statistisch gesehen erreicht die PPS eine Bedarfsdeckung von über 50 Prozent. "Doch besonders in starken Jahrgängen, wie jetzt der Fall, haben wir ein Problem", kritisiert Schulelternbeirätin Christine Schattner. "Aktuell werden 16 Betreuungsplätze frei, dagegen stehen bereits über 50 eingegangene Anmeldungen." "Fünf davon sind bereits an die Ludwig-Richter-Schule abgewandert", klagt Schachtsiek. Die Forderung von Schulleitung und Elternbeirat: 25 zusätzliche Plätze, "dann wäre wenigstens annähernd der Bedarf gedeckt."

Schachtsiek hat in einer Sitzung des Ortsbeirats kritisiert, dass ihr Zusagen vom Stadtschulamt gemacht wurden, jedoch nur mündlich. "Letzte Woche hieß es dann, das sei ein Missverständnis gewesen, so etwas sei nie gesagt worden", moniert Schattner. Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) dazu: "Wir sind mit der Informationspolitik des Stadtschulamtes nicht zufrieden. Solche Zusicherungen müsste man leider am besten immer schriftlich einfordern."

Selbst Müller-Bialon erklärt: "Wenn ich was erreichen will, dann lass ich‘s mir doch schriftlich geben." Aktuell sei kein Ausbau der Plätze geplant. "Dafür sind auch keine räumlichen Kapazitäten vorhanden", bestätigt Elke Voitl, im Dezernat für Betreuungsplätze zuständig.Elternvertreterin Schattner hat dafür kein Verständnis: "Als es um Straßensanierungen ging, hat man doch gesehen, dass Geld da ist. Bei Schulproblemen werden Zuständigkeiten hin- und hergeschoben. Das löst keine Probleme." (jkö)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 15. Februar 2013

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