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15.04.2013

Eschersheim braucht eine Mitte

Die Bürger lieben ihren Stadtteil, möchten aber noch enger zusammenwachsen.
An der Gestaltung des l(i)ebenswerten Stadtteils aktiv teilnehmen. Diese Möglichkeit hatten gestern die Bürger von Eschersheim. Es wurde viel gelobt - aber auch kritisiert.

Es ist ein Mittelpunkt, der hier fehlt. Ein Marktplatz wäre toll“, sagt Lucia Steinrücke und legt sofort nach. Um die Niddawiesen müsste sich dringend mal jemand kümmern. „Da liegt der Müll wild in der Gegend herum.“ Inge Bervoets vom Frankfurter Verband greift zum schwarzen Filzstift und notiert die Wünsche der Eschersheimerin auf einer bunten Karte. Vor ihr liegt bereits ein Stapel mit ungefähr 20 dieser Karten. „Ich habe damit gerechnet, dass bei der Frage nach den Verbesserungen zahlreiche Anregungen zusammengetragen werden“, sagt Bervoets.

„Wir in Eschersheim wollen gemeinsam ein l(i)ebenswertes Eschersheim gestalten“ war der Tenor der gestrigen Veranstaltung in der Emmausgemeinde in Alt-Eschersheim. „Was wir in der heutigen, interaktiven Veranstaltung erarbeiten, wird an die Stadtverwaltung weitergegeben“, versprach Angela Thelen vom Netzwerk Neue Nachbarschaften, das die Veranstaltung zusammen mit dem Arbeitskreis „Bürgerbeteiligung/ L(i)ebenswerter Stadtteil“, dem Sozialrathaus Dornbusch dem Frankfurter Verband, den Sozialbezirksvorstehern und den Seniorenbeiräten entwickelte.

Ideensammlung

Warum wohne ich gerne in Eschersheim? Was fehlt mir in Eschersheim? Was kann verbessert werden? Was ist mir das Wichtigste? Was kann ich dafür tun? Um diese Fragen drehte sich alles. In kleinen Gruppen wurden die Ideen gesammelt. Diskutiert und bewertet werden durfte nicht. Das fiel den Teilnehmern sichtlich schwer. „Es ist manchmal einfach schwierig, genau das in Worte zu fassen, was man sagen möchte“, meinte eine der zahlreich erschienenen Seniorinnen. Wie stark die Eschersheimer ihren Stadtteil lieben, wurde schnell deutlich. Die Kombination aus Dorf und Stadt sei besonders schön. „Heute fahre ich in die Stadt und morgen kommt mir ein Traktor entgegen. Das gibt es eben nur in Eschersheim“, sagte ein Teilnehmer. Für Inge Cromm ist es eine Farbe, die sie mit ihrem Stadtteil verbindet. „Grün. Es ist hier so schön grün. Von mir aus könnte es noch ein bisschen grüner sein.“

Die gute Anbindung mit der U-Bahn, die konfessionsübergreifende Zusammenarbeit der Kirchen, der Turnverein, das schöne Strandbad an der Nidda und die liebenswerten Menschen wurden als weitere wichtige Punkte genannt, warum es sich lohnt, in Eschersheim zu wohnen.

Mehr Treffpunkte

Es wurde allerdings nicht nur gelobt, auch mit Kritik hielten sich die Teilnehmer nicht zurück. „Wir brauchen endlich eine Begegnungsstätte für Senioren“, meinte Gisela Boywitt. Ohnehin gebe es zu wenig Treffpunkte in Eschersheim. „Wie wäre es denn mit einem integrativen Restaurant? Da sollen dann alle Menschen hingehen können. Alt und jung, groß und klein“, warf Lucia Steinrücke ein.

Oder einen Platz wo man sich treffen könnte. Mit Bäumen und Bänken und einem Café. Da würde sich der Weiße Stein doch anbieten. „Momentan ist dieser Ort für mich eine Trennung zwischen dem alten und dem neuen Eschersheim. Irgendwie ist alles sehr zerrissen“, so Steinrücke. Ebenso ein großes Thema wie die fehlende Mitte war der Eschersheimer Bahnhof. „Die Verkehrsanbindung stimmt, aber das Gebäude am Bahnhof ist sehr unansehnlich“, sagte Bernd Kaßebaum. Er stellt sich eine seniorengerechte Sanierung vor, „unabhängig vom Ausbau der S-Bahn“. Allerdings sei es nicht nur der Bahnhof, der dringend erneuert werden müsse, gab Heinrich Heidenreich zu bedenken. In Eschersheim gebe es mehrere Häuserruinen. „Da muss man etwas tun.“

Unzählige Karten mit Positivem und Negativem, mit Verbesserungsvorschlägen und Anregungen rund um Eschersheim kamen zusammen. Sie werden nun ausgewertet und die Ergebnisse am 25. April um 16 Uhr im Sozialrathaus Dornbusch vorgestellt.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 12.04.2013

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