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22.06.2013

Drei Monate lang wird’s laut

Abrissarbeiten am Bunker in Eschersheim beginnen im Winter. Der Luftschutzbunker Im Wörth soll abgerissen werden, an seine Stelle möchte ein Immobilienunternehmen zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Am Donnerstag stellte das Unternehmen die Abrisspläne dem Ortsbeirat 9 vor. Vom Abbruch wird vor allem die Ziehenschule betroffen sein.

Für rund vier Millionen Euro hatte das niederländische Immobilienunternehmen Ten Brinke den Eschersheimer Luftschutzbunker Im Wörth im Februar von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben. Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 40 Eigentumswohnungen sollen entstehen, sobald der Bunker abgerissen ist. „Die Planung dafür ist mit der Bauaufsicht bereits abgestimmt. In den nächsten vier Wochen stellen wir den Bauantrag“, berichtete Michael Mennekes, Niederlassungsleiter von Ten Brinke in der Sitzung des Ortsbeirats 9 am Donnerstag.

Was die Bürger als auch den Ortsbeirat jedoch mehr interessierte, war der Abriss des ehemaligen Luftschutzbunkers und die Folgen der nicht gerade geräuscharmen Arbeiten. Mennekes hatte daher Robert Zeller mit im Schlepptau, den Chef des gleichnamigen Abbruchunternehmens mit Sitz in Offenbach. Zeller ist nach eigenen Aussagen Experte, was aufwendige Abrissarbeiten angeht: „21 solch hoher und stabiler Bauten haben wir in den vergangenen zehn Jahren abgerissen.“ Und zwar in erster Linie in dicht besiedelten Gegenden wie in Eschersheim.

Weil dennoch einiges auf die Anwohner und vor allem die benachbarte Ziehenschule zukommen dürfte, haben sich Ten Brinke und Zeller dafür entschieden, erst in den kommenden Wintermonaten anzufangen. Wie hoch die Lärmbelastungen in jener Zeit werden, solle ein Lärmschutzgutachten aufzeigen. „Wir erwarten es in den nächsten Tagen“, so Zeller.

3 Monate Abrissarbeiten

Drei Monate sollen die Abbrucharbeitern andauern. Eigentlich könnte alles schneller gehen, sagte Zeller, doch aufgrund des Schulbetriebs müsse sein Unternehmen mitunter Pausen einlegen beim Abriss. Der überwiegende Teil des Bunkers solle mit einer Abbruchzange abgerissen werden, „der größten hydraulischen Abbruchzange, die derzeit in Europa auf dem Markt ist“, so Zeller. Die Zange arbeite lärm- und erschütterungsarm.

Weil sich mit der Zange jedoch nicht alles machen lasse, müssten Teile des Bunkers gesprengt werden. Zeller versicherte, dass die Nachbarn davon außer einem Knall wenig mitbekommen würden: „Die Belastungen werden nicht größer sein als beim Abbruch eines Wohnhauses.“ Dennoch wolle sein Unternehmen gemeinsam mit Ten Brinke den Anwohnern vor Beginn der Arbeiten bei einer öffentlichen Veranstaltung Rede und Antwort stehen.

Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) zeigte sich von den Plänen nicht ganz überzeugt. Da der Schulbetrieb an manchen Tagen bis 17 Uhr laufe, forderte er Mennekes und Zeller auf, vorab auch Kontakt mit der Ziehenschule aufzunehmen. Ortsbeirat Klaus Funk von der FDP berichtete von Vermietern, die schon jetzt, Monate vor den geplanten Abrissarbeiten, Probleme hätten, ihre Wohnungen zu vermieten.

Schützen suchen Bleibe

Davon hat auch Werner Pulver, zweiter Vorsitzender des Eschersheimer Schützenvereins, gehört. Sein Verein hat allerdings mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Der Schützenverein ist seit 1983 im Bunker Im Wörth beheimatet. Bis zum 13. September dürfen die Schützen dort noch bleiben, dann stehen sie erst einmal ohne Bleibe da.

„Wir stehen mit dem Sportamt in Verbindung wegen der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Wir haben bereits das Alte Depot vorgeschlagen, doch das soll der Erweiterung der Ziehenschule dienen“, so Pulver. Auch in der Nähe des Schwimmbads kommen Räumlichkeiten infrage. Darüber habe das Sportamt aber noch keine Entscheidung gefällt. Im Kreis Offenbach habe der Schützenverein zudem eine Halle des Reservistenvereins ins Auge gefasst.

Mindestens 200 Quadratmeter Fläche brauchen die Schützen, am besten zehn Meter breit und 20 Meter lang. „Wenn wir bald keine dauerhafte Bleibe finden, kann es sein, dass der Verein auseinanderbricht“, befürchtet Pulver.

(Benni Kilb)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 22.06.2013

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