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07.12.2014

Umgestaltung der Eschersheimer ist ein Geschenk

Es war nicht der von vielen Seiten erwartete Zwist zwischen Auto- und Radfahrern, der in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) in den Mittelpunkt rückte.

Vielmehr war es die Erleichterung der Bürger darüber, dass ihre Eschersheimer, die „so unattraktive, hässliche Straße“, wie ein Anwohner sie bezeichnete, endlich umgestaltet und damit attraktiver gemacht werden soll. „Lieber Ortsbeirat, die Umgestaltung ist ein Geschenk der Stadt, das man annehmen sollte. Wir bekommen Platz für Autos und Fahrräder, grüne Bäume und mehr Möglichkeiten für die Geschäfte. Das kann man nicht ablehnen“, appellierte er an die Stadtteilpolitiker. Und gab gleich noch Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), der die Pläne für die Umgestaltung Ortsbeirat und Bürgern vorgestellt hatte, einen Rat mit auf den Weg. „Gehen Sie offensiver mit den Plänen um, denn sie sind gut.“

Während diesem Tenor im Ortsbeirat nicht alle Mitglieder zustimmen konnten, herrschte dort zumindest Einigkeit über die von den Oster- bis zu den Sommerferien anstehende Testphase für die geplante Einspurigkeit der Eschersheimer (wir berichteten).

Sogar die Grünen-Fraktion ist nun dafür, die einem solchen Probelauf bislang „eher skeptisch“ gegenüberstand, wie Fraktionsvorsitzende Beate Huf sagte. Der Verkehr werde durch die Einspurigkeit nicht zum Erliegen kommen, ist Huf sicher. „Für die Radfahrer wird es sicherer werden, denn der ständige Wechsel von einer auf zwei und wieder auf eine Spur ist derzeit lebensgefährlich.“

Auch wenn Stefan Majer anhand einer Simulation sowie der daraus prognostizierten Verkehrszahlen erklärte, dass der Verkehr auf der Eschersheimer zwischen Hügelstraße und Weißem Stein mit einer Spur nicht zum Erliegen komme. Thomas Budenz (Freie Wähler) war nicht überzeugt von den Umbauplänen. „Mir fehlen konkrete Zahlen, wie viele Radfahrer auf der Straße unterwegs sind. Das können nicht viele sein. Und nur für sie würde sich der Umbau wirklich lohnen“, kritisierte er.

„Rund 14 Prozent der Verkehrsteilnehmer sind Radfahrer – auch auf der Eschersheimer. Zudem gilt der Umbau nicht nur ihrer Sicherheit, sondern der aller Menschen, die dort unterwegs sind“, verteidigte Majer die Planungen.
(jdi)




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