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07.04.2016

Mit Drohnen für den Erhalt

Die Pächter des Eschersheimer Wasserturms wehren sich gegen Vorwürfe, sie ließen das Wahrzeichen des Frankfurter Stadtteils zerfallen. Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) steht ihnen bei. Die Pächter hätten schon „viel gemacht“.

Er ragt hoch über die Dächer hinaus, für viele ist er das Wahrzeichen Eschersheims: der Wasserturm. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Forderungen, ihn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zudem beschweren sich Anwohner über den schlechten Zustand des Turms. „Der gammelt leise vor sich hin“, sagt etwa Jutta Steinert. Die Anwohnerin beobachte den Zustand des Eschersheimer Wasserturms seit Jahren, als Mitglied im Verein für Denkmalschutz sei ihr der Erhalt wichtig.

Ein verlassenes Schmuckstück

Der barocke Turm sei ein Schmuckstück, um das sich niemand kümmere. „Unten ist alles ganz feucht, wenn das so bleibt, weicht das Mauerwerk so stark auf, dass der Turm irgendwann umkippt.“ Ein Fachmann müsse beurteilen, was gemacht werden müsse, sagt Steinert, nebenbei wäre auch ein frischer Anstrich gern gesehen. Im Interesse des Eigentümers Mainova liege das nicht, glaubt sie, schließlich wird der Wasserturm nicht mehr als solcher genutzt. Bereits neun Jahre nach dem Bau im Jahre 1901 wurde der Betrieb eingestellt, weil Eschersheim eingemeindet wurde und Frankfurt bereits eine eigene Wasserversorgung hatte.

Seit 2002 dient der Turm als Versammlungsort der Katholischen Studentenverbindung Moeno-Franconia, die ihn seither gepachtet haben. „Wir geben uns große Mühe, den Turm in Stand zu halten“, versichert Joachim Becker vom angeschlossenen Heimverein. Erst kürzlich hätten die Verbindungsmitglieder eine Drohne über und um den Wasserturm fliegen lassen, um Schäden aufzunehmen. „Wir haben Schwierigkeiten mit den Fenstern im oberen Bereich. Tauben zerbrechen immer wieder die Scheiben und dringen ins Gebäude ein“, sagt Becker.

Der Verein habe erst kürzlich neue Scheiben einsetzen lassen, nun sei aber eine Reparatur von außen nötig. Das sei teuer, da dafür eine Hebebühne notwendig ist, das Geld für Reparaturen wie diese komme nur über die Mitgliedsbeiträge zusammen. Noch in diesem Frühjahr werde das Problem aber angegangen, versichert Becker. Dass der Turm von unten vergammele, entspreche nicht den Tatsachen. Er gibt an, dass der Außenbereich von den Studenten in Schuss gehalten werde. „Erst letzte Woche hatten wir Turmarbeitstag, da haben wir außen alles sauber gemacht und die Beete am Fuß des Turms bepflanzt“, entgegnet Student Sascha Sareyko der Kritik.

Öffentliche Veranstaltungen

Schon „viel gemacht“ hätte Moeno-Franconia, findet Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU), „man kann froh sein, dass da überhaupt jemand investiert.“ Dass der Zustand des Turms auch ganz anders aussehen könnte, gäbe es keinen Pächter, sagt auch Werner Feld, ehemaligen Verbindungsmitglied: „Früher gab es viel Vandalismus, das ist heute nicht mehr so.“

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im zuständig Ortsbeirat 9, Beate Huf, hatte vor einigen Jahren die Forderung unterstützt, dass der Turm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde müsse. Da es nun Veranstaltungen dort gebe, gebe es keinen Anlass mehr für Kritik. „Es gibt immer wieder Gelegenheiten, das Gelände zu besuchen“, sagt Philistersenior Feld.

So habe die Verbindung den Turm beispielsweise am Tag des offenen Denkmals öffentlich zugänglich gemacht, an der Luminale 2014 teilgenommen und auch sonst gebe es Feste und Lesungen. Die „Tenne“, eine Art ausgebaute Scheune neben dem Turm, könne man für Veranstaltungen mieten. Das der Turm jederzeit uneingeschränkt zugänglich sein müsse, ist für Grünen-Politikerin Beate Huf nicht relevant: „Nicht jedes Denkmal muss immer zu besichtigen sein.“



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 07.04.2016.

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