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04.07.2017

U-Bahn-Bauarbeiten zwischen Hügelstraße und Heddernheim sorgen für Verdruss

Es geht nichts mehr auf der U-Bahnstrecke zwischen Hügelstraße und Heddernheim. Die Gleise werden ausgetauscht. Das Problem: Der Schienenersatzverkehr ist holprig gestartet, die Verkehrsgesellschaft will nachregeln.

Seit dem Wochenende rollt nichts mehr auf der U-Bahnstrecke zwischen der Heddernheimer Landstraße und Hügelstraße. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) erneuert die Schienen für die Linien U 1, U 2, U 3 und U 8 – und die Fahrgäste müssen derweil auf anderen Wegen an ihr Ziel gelangen. Grundsätzlich funktionieren die Verbindungen mit den Ersatzbussen, wobei die Suche nach den Ersatzhaltestellen etwas schwierig ist. Denn die handgeschrieben Hinweisschilder sind nicht gut zu erkennen oder fehlen an einigen Stellen.

Neue Schilder

Die VGF gelobt Besserung: „Die Schilder werden durch neue und gedruckte Exemplare ersetzt. Die handschriftlichen Texte, die moniert wurden, waren nur eine Übergangslösung“, so die Mitteilung gestern. Denn die Bauzeit erstreckt sich über zwei verschiedene Abschnitte bis zum 30. Juli. Zudem sollen an allen Stationen Ansprechpartner weiterhelfen. Auch mit Informationsbroschüren in den Bahnen sowie verstärkten Durchsagen an allen Haltestellen in der Stadt will die VGF die Fahrgäste leiten.



Die Ersatzbusse, die ab den Stationen Hügelstraße und Heddernheim eingesetzt werden, fahren im Fünf-Minutentakt und werden in dieser Frequenz auch dringend benötigt: Selbst außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist so gut wie jeder Bus voll besetzt. Schon vor Beginn der Bauarbeiten hatte die Verkehrsgesellschaft darauf hingewiesen, dass man statt des Schienenersatzverkehrs doch lieber alternative Routen mit Tram und S-Bahn nutzen sollte. Allerdings geben ihre Durchsagen in den Zügen nur wenig Hinweise auf diese Alternativstrecken. Nicht kleiner wird das Verkehrschaos durch die Tatsache, dass auch die Eschersheimer Landstraße gerade eine Baustelle ist und die vielen Busse die letzte verbliebene Spur zusätzlich verstopfen.

Geduldige Fahrgäste

Gestern nahmen die Fahrgäste all diese Hindernisse mit Geduld. Beinahe könnte man sagen, dass das Durcheinander die Generationen verbindet: Da wird sich gegenseitig der Fahrplan erklärt, in Grüppchen diskutieren zuvor fremde Menschen darüber, welcher Bus in welche Richtung fährt, weil an einer Haltestelle stets eine ganze Menschentraube wartet. Auf Nachfrage fühlt sich der Großteil der Fahrgäste aber gut informiert. Nur einige Leute stöhnen genervt, weil sie nun weitere Wege laufen müssen und der Weg in die Stadt etwas länger dauert als gewohnt. Kritik an der unübersichtlichen Beschilderung ist häufiger zu hören.

Die Bauarbeiten sind in zwei Phasen aufgeteilt: In den nächsten zwei Wochen ist die Strecke zwischen den Stationen Heddernheimer Landstraße, Heddernheim und Hügelstraße gesperrt, ab dem 17. Juli dann der Abschnitt zwischen Hügelstraße und Dornbusch. Diese Baustelle ist nur eine von vielen, da es in der Stadt über den Sommer verteilt insgesamt mehr als 50 Baumaßnahmen an Straßen und Gleisen geben wird.

Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 04.07.2017. Von MERLE KÖRBER

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