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04.04.2019

Grünflächen bleiben erhalten

Die Stadt informiert über die Bebauung nördlich der Anne-Frank-Siedlung. Begegnungen der Bürger sollen erleichtert werden.

In Eschersheim soll eine neue Wohnsiedlung entstehen. Geplant ist der Bau von Häusern mit insgesamt rund 850 Wohnungen auf dem Areal nördlich der Anne-Frank-Siedlung zwischen der Straße „Im Geeren“ und der A661. Im Rahmen der Projektausschreibung stellten im vergangenen Jahr zahlreiche Planungsbüros ihre Entwürfe vor. Den Gewinner der Ausschreibung, das Frankfurter Büro „tobeStadt“ in Gemeinschaft mit WGF Nürnberg, gab das Preisgericht aus Stadtplanern und Fraktionsvertretern im November bekannt.

Seitdem hat das Planungsamt die Machbarkeit des Entwurfs überprüft und das Konzept gemeinsam mit den zuständigen Ämtern und Architekten weiterentwickelt. Mitarbeiter von „tobeStadt“ und den verantwortlichen Ämtern werden nun kommenden Montag, 8. April, die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand informieren. Das Design für die Wohnsiedlung zeichne sich insbesondere durch eine kompakte Bebauung im Süden des Areals aus, erklärt Torsten Becker vom Büro „tobeStadt“. Dies ermögliche die Integration großer Freiflächen in das Gelände weiter nördlich. Das Büro habe zudem Wert auf den Erhalt alter Baumbestände und Grünflächen gelegt. So soll etwa ein Birkenwäldchen bestehen bleiben. Mit der Installation eines Angers als Quartiersmittelpunkt werde außerdem ein Begegnungsort für Anwohner im Freien geschaffen, sagt Becker.

Von Anfang an waren Bürger dazu eingeladen, sich an der Planung des Neubaugebiets zu beteiligen. Das Stadtplanungsamt organisierte dafür vergangenes Jahr zwei Bürgerdialoge. Dort konnten die zukünftigen Nachbarn der neuen Siedlung ihre Wünsche und Anregungen einbringen. Ein Hauptanliegen der Bürger war der Erhalt von Grünflächen. Mitunter besorgt zeigten sich Anwohner mit Blick auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch das neue Viertel. Daher sieht der Entwurf jetzt eine neue Zufahrt am Berkersheimer Weg in das Neubaugebiet vor.

„Uns ist der regelmäßige Austausch mit den Bürgern wichtig“, sagt Mark Gellert vom Planungsdezernat. Die Interessen der Menschen vor Ort in großem Umfang in den Gestaltungsprozess einzubeziehen, sei ein relativ neues Vorgehen seitens der Stadt. Auch während der späteren Planungsphasen wolle man die direkte Kommunikation mit den Bürgern aufrechterhalten, so Gellert.

Welche neuen Entwicklungen sich seit November für das Bauprojekt ergeben haben, darüber werden am Montag ab 18 Uhr Mitarbeiter des Planungsamts sowie des Grünflächen- und Stadtschulamts Auskunft geben. Das Büro „tobeStadt“ wird den überarbeiteten Projektentwurf präsentieren. Die Infoveranstaltung findet im Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, statt.

Artikel Frankfurter Rundschau,

vom 04.04.2019. Von Brüggermann




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